*neu*: Eis, Baby! Bananen-Buttermilch-Safran-Eis aus der Musso Pola Stella

Da ist sie endlich! 🙂
Über zwei Jahre habe ich auf das Schätzchen geäugt und gespart: Meine Musso Pola Stella 5030!
Gemäß dem Motto „wenn, dann richtig!“ sollte es nicht irgendeine Eismaschine sein, sondern „‚was Vernünftiges“. Die rassige Italienerin gilt mit ihren knapp 30kg Gewicht, ihrem 300 Watt starken Motor und der Rundum-Edelstahl-Ausführung als derzeit wertigste und leistungsstärkste Eismaschine für den Privatgebrauch. Ohne Weiteres wird sie auch den Ansprüchen im gewerblichen Bereich gerecht und findet dort Verwendung – nicht nur, wenn es mal um kleinere Volumina oder Probeportionen gehen soll. Das blitzende Maschinchen fasst bis zu 1,5l Eis, womit auch eine größere Familie oder Gästerunde versorgt werden kann. Wie bei allen Profi-Geräten ist die Kühl-Rühr-Einheit direkt „aus einem Guß“ in die Maschine eingelassen, was den Wirkungsgrad optimiert. Die Reinigung ist dadurch etwas aufwändiger als bei einem herausnehmbaren „Eimerchen“, die Kühlpower aber eben deutlich besser, da keine isolierende Schicht zwischen Maschine und Gefäß überwunden werden muss. Aufgrund ihrer nicht unerheblichen Größe sollte man der „Pola“ einen festen, nicht anderweitig als Arbeitsfläche benötigten Platz in der Küche vorsehen.

La Musso Pola Stella aus Italia

Was mich für die Maschine besonders begeisterte ist ihre Schnelligkeit: In ca. 25min (je nach Rezept) ist das Eis von der flüssigen Masse aus fertig und „kugelfest“! Ein fruchtiges Sorbet oder ein erfrischender Frozen / Slush gelingen noch schneller. Dies erlaubt auch mal spontane Reflexe, wenn man von einer Wanderung bei heißem Wetter zurück kommt, und es in einem auf den letzten Kilometern bereits imperativ von Waldmeistereis mit Chili fantasierte. Oder Gurkeneis mit Matcha. Kokos-Kefir-Mango. Tomateneis mit Basilikum an Parmesancräcker. Du willst es JETZT? Die Musso macht’s möglich! 😉 Und zwar pronto!

Ich freue mich riesig, mit meinem Maschinchen nun eine neue Kategorie auf dem Blog zu eröffnen: Eis, Eis und noch mehr Eis! Ideen habe ich schon ganz viele!
Meine erste Tat mit meiner Musso war heute ein Bananeneis, das ohne Ei und aufwändig „zur Rose abgezogener“ Milchmasse auskommt. Es ist sehr einfach und schnell gemacht! Wie so oft war auch dies ein spontanes „Was ist da und muss weg?“-Rezept: Vier schon ziemlich bräunliche Bananen mahnten, auch olfaktorisch, ihrer Verwertung. Solche Bananen sind für Eis ideal! Sie steuern das meiste Aroma bei und ergeben einen viel volleren, „bananigeren“ Geschmack. Überreife Bananen im Angebot? Für Eis unbedingt zugreifen!

Banane, Safran, lecker!

Da ich Lust auf einen kleinen Akzent hatte, habe ich noch ein Briefchen Safran beigemengt (hier aufgrund der Zubereitungsart in gemahlener Form, was ich ansonsten nicht verwende). Zum Einen rundet der Safran das Eis geschmacklich akzentuiert ab, zum Anderen steuert er eine wunderbare, tiefgelbe Farbe bei (Auge isst mit, auch beim Eischen!). In der heute verwendeten Menge und Zubereitungsart schmeckte er allerdings nur schwach heraus – es hätte für meinen Geschmack noch etwas intensiver sein können. Beim nächsten Mal werde ich die Sahne vorab kurz mit dem Safran erhitzen, so dass sich das Aroma besser löst und verteilt. Ich bin sicher, dass das ein deutlich intensiveres Geschmacksergebnis bringt. (siehe Variante „2a“!). Die Safran-Sahne muss dann natürlich erst wieder abkühlen. Hier also die schnelle Version!

Zutaten:

– 442g 😉 Bananen ohne Schale (waren 4 Bananen, es kommt nicht auf’s Gramm an), vollreif / überreif
– Saft einer halben Zitrone
– 200ml Sahne (1 Becher)
– 150g Zucker (nach Geschmack evtl. auch etwas weniger möglich, da die vollreifen Bananen schon recht viel Süße beisteuern)
– 135g Buttermilch
– 1 Briefchen Safran (hier: gemahlen! Wer vorab, wie oben empfohlen, den Safran in der Sahne erhitzt und auflöst, kann und sollte Safranfäden verwenden!)
– ausgekratztes Mark einer halben Bourbon-Vanilleschote
– 1 kleine Prise Salz (verstärkt jeglichen Geschmack und rundet ab)

Die Menge reicht großzügig für 4 sehr hungrige oder 6 „normale“ Eisesser als Dessertportion.

Zubereitung

1) Zitronenhälfte auspressen & Saft auffangen

2) Bananen im Mixer fein pürieren. Zitronensaft dazu geben, damit die Masse nicht braun wird (ist aber auch für den Geschmack wichtig!). Alle weiteren Zutaten dazu geben und Masse gut durchmixen.

2a) alternativ empfohlene Variante: vorab Sahne mit dem Safran, Zucker, Vanillemark sowie der Prise Salz in einem Topf unter Rühren erhitzen, abkühlen lassen und dann dazu geben!

3) Masse in die Eismaschine geben. Ich hatte die Maschine auf 35min eingestellt, da die Umgebungstemperatur heute recht warm war und ich auch noch keine Erfahrungswerte habe. Die Musso hatte aber nach 25min schon fertig! Ergebnis: wunderbar zartschmelzendes, cremiges Eis mit bombastisch zündendem Bananen-Aroma! Mehr Banane geht nicht! Zitrone und Buttermilch steuern eine erfrischende Säure bei, die Vanille gibt Tiefe und unterstützt den cremigen Schmelz, der Safran rundet mit einer rauchigen Note im Abgang ab. 1995er Jahrgang, mineralischer Boden, Westhang. Kommt gut.

Nach Geschmack kann das Eis mit frischen Früchten garniert werden – bei mir gab es als Eisbecher für die Nachbarn noch Erdbeeren und zweierlei Melone in kleinen Würfelchen dazu. Darauf habe ich jeweils einen zarten Blatttrieb der essbaren „Limo-Pflanze“ (Agastache mexicana) gegeben, die ganz mild-würzig, leicht prickelnd und waldmeisterartig schmeckt. Auch ein bischen Zimt-Crunch als Topping war sehr lecker! Ebensogut schmeckt das Eis natürlich auch pur und ohne jede aromatische „Ablenkung“.

Bananen-Buttermilch-Safran-EisIch bin sehr glücklich mit meinem ersten Eis aus der Maschine! Es ist soooo viel einfacher als die aufwändige und zeitraubende „Handrühr-Methode“! Die Cremigkeit und luftige Konsistenz sind unvergleichlich. Und es geht so schnell!… Mit nur 5min Zubereitungszeit für die Rohmasse war dieses Eis binnen 30min „von der Idee im Becher“. Das Eis kann nach der Zubereitung problemlos noch bis zum vollständigen Verzehr eingefroren werden, sollte dann aber vor dem Genuß etwas antauen dürfen.
Ich freue mich auf viele weitere Eischen hier im Blog! 😉

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