Harzer Wandernadel: Sommerabschied 2016…

Nachdem mein wieder vierwöchiger Sommerurlaub 2016 quasi durchgehend verregnet und wolkenverhangen war, bescherten die zweite Augusthälfte sowie der September noch einige sehr schöne, sonnige Wandertage. Von zwei Wanderungen habe ich ein paar Impressionen mit gebracht!

Rund um die Hasselvorsperre:

Ende August zog es mich wieder einmal zum wunderschönen Rappbode-Talsperrensystem nach Hasselfelde, wo ich im vergangenen Jahr meinen Sommerurlaub verbracht habe. Das Schöne am vollendeten „Kaisertitel“ und vollen Stempelheft ist ja – man kann wieder überall hin! 😉
Auf der Schautafel (siehe Fotos) ist zu sehen, dass die Hasselvorsperre nur einen winzigen Teil des Rappbode-Stausystems ausmacht. Sie kann unmittelbar von Hasselfelde aus angewandert und ohne merkliche Höhenunterschiede umlaufen werden. An der Staumauer findet man eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel (aktuell: Nr. 53) – und mit dem Blick auf die Feuchtwiesen des Vorstau-Bereiches eines der schönsten Fotomotive des Harzes, wie ich finde. Dem treuen Leser wird das Bild vielleicht bekannt vorkommen – ich wollte unbedingt noch einmal mit etwas anderem als nur der Smartphone-Kamera dort hin!

Ein optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen an der Hasselvorsperre (und weiter am Rappbodestausee entlang) ist der Gasthof „Hagenmühle“ am Ortsrand von Hasselfelde. Neben einem gut ausgebauten Wegenetz, das auch für „Wanderanfänger“ geeignet ist, findet man entlang des Sees einen informativen Bienenlehrpfad mit interessanten Schautafeln. Direkt am Pfad kann zu festen Terminen Honig von den hier fleißig sammelnden ostharzer Bienen gekauft werden. Die Hasselvorsperre läd mit ihrem seichten und gut zugänglichen Ufer zwar verführerisch zum Baden ein, ist jedoch eine Naturschutzzone, so dass man sich mit Sitzen am Ufer bei herrlichem Blick begnügen muss.

In den Feuchtwiesen der vom Stausee auslaufenden, langsam in festes Land übergehenden Biotope sind daher auch zahlreiche rare Tierarten zu bewundern. Libellen begleiten einen zu dieser Jahreszeit auf dem gesamten Weg. Die Vorsperre zu umrunden ist lediglich ein ausgedehnter Sonntags-Spaziergang und auch für’s Umradeln bestens geeignet. Problemlos kann man hier jedoch mehrere Stempelstellen der Harzer Wandernadel miteinander verbinden und eine ausgedehnte Wanderung daraus machen. Ich mag das Gebiet rund um die Rappbodetalsperre ganz besonders und werde dort auch nach erledigter „Stempelpflicht“ ganz sicher wieder auftauchen!

Bad Grund und Hahnebalzer Teiche

Die zweite abgebildete Tour, mit der die Bilderserie beginnt, führte mich auf einer Rundtour vom Parkplatz „Taternplatz“ (direkt an der B242 oberhalb von Bad Grund gelegen) über den „Gewitterplatz“ zu den Stempelstellen „Kaysereiche“ (aktuell: 131) und „Lasfelder Tränke“ (aktuell: 141) sowie schließlich zum malerischen, tief im Wald gelegenen „oberen Hahnebalzer Teich“. Dieser Teich ist wirklich ein Idyll und Kleinod. „Harz Life“ schreibt über ihn: „Wer unbeabsichtigt an den Hahnebalzer Teich gelangt, hat sich wohl verlaufen!“
Wie fast alle Teiche des Harzes ist er im Zuge des Bergbaues entstanden. Völlig unvermittelt öffnet sich nach einsamer Wanderung plötzlich der dichte, dunkle Nadelwald – und da liegt er! Fernab vom nächsten Ort oder „Wander-Highway“ kann hier ganz trefflich zum Feierabend relaxen und träumen, wer dafür ein paar Kilometer unter die Füße nehmen mag. Hier darf nun auch endlich gebadet werden! Passend zur abgeschiedenen Idylle findet sich an einem Weg in der Nähe des Teiches eine kunstvoll in einen Stamm geschnitzte Madonnenfigur, die man nicht auf den ersten Blick entdeckt.

Die Höhenlagen oberhalb von Bad Grund bieten immer wieder wunderschöne Fern- und Aussichten auf die bewaldeten Berghänge. Auf dieser westharzer Runde ist man sowohl auf dem Harzer Försterstieg als auch auf dem Harzer Baudenstieg unterwegs. Der Spätsommer machte die Wegesränder hier noch einmal richtig „bunt“, so dass ein paar Blümchenportraits nicht fehlen dürfen. Über den „Großen Kreuzberg“ ging es zurück zum Taternplatz.

Weitere Infos sind direkt unter den Bildern zu finden! Für die „volle Schärfe“ muss leider „Bild in Originalgröße anzeigen“ gewählt werden – dafür kann man in der Galerie ohne lange Ladezeit durchklicken!

Mach’s gut, Sommer… Bis zum nächsten Jahr!

Panorama auf dem Wurmberg

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