Harzer Wandernadel: Sommerurlaub 2017

So! Da bin ich endlich mal wieder! Nun liegt mein dreiwöchiger Sommerurlaub schon wieder vier Wochen zurück. Eigentlich hätte ich gerne „live“ während des Urlaubes von meinen Wandereien berichtet, dem stand aber nicht nur das nichtvorhandene, wenngleich ausgelobte WLAN entgegen. Wer Ende Juli Zugang zu Nachrichten hatte, dem dürfte die Sintflut nicht entgangen sein, die den ersten Teil meines Urlaubes komplett und buchstäblich in’s Wasser fallen ließ. Treffsicher habe ich genau die Woche erwischt, in der unterbrechungslos Regenmengen niedergingen, welche auch der hartgesottene Harzer so noch nicht gesehen hatte. Die überlaufende Zillierbachtalsperre durfte ich live miterleben und habe mich spontan an ein paar Wernigeröder Sandsäcken nützlich gemacht. Meine Fahrt quer durch den Harz mit dem Ansinnen, mir (genau heute, am Sintflut-Doomsday!) wasserdichte Schuhe zu kaufen, wird in meinem Freundeskreis legendär bleiben. 😉 Nach nur etwas über 8 Stunden war ich schon wieder an meiner Ferienunterkunft – nichts ging mehr, überall landunter und sämtliche Straßen gesperrt.

Umbrella-hiking

Übrigens ohne Schuhe, aber die gab’s dann am kommenden Tag in Braunlage. Meine Empfehlung für den trockenen Sommer-Damenwanderfuß- siehe Fotos!
Die Teile haben mittlerweile schon knapp 400km auf der Uhr und bekommen von mir in jeder Hinsicht volle Punktzahl.
Daneben kann ich jetzt feststellen: Man kann auch mit Regenschirm wandern! Auch über meine Schlechtwetter-Bestleistung von 20km bei penetrantem Bindfadenregen fiel mir nicht der Arm ab. Und weil’s dann so vertraut war, habe ich den Schirm gleich anbehalten, als nach 10 Tagen schließlich die Sonne herauskam. Ehrlich, weshalb ist der Sonnenschirm aus der Mode gekommen-? Das ist total super! Schatten to go!

Leider war auch über die restliche Urlaubszeit buchstäblich JEDEN Tag Starkregen und Unwettergefahr zumindest warnend in Aussicht gestellt. So habe ich meine vor dem Urlaub noch teuer erworbene und warmgeübte neue Kameraausrüstung an genau zwei Wandertagen dabei gehabt, und da kam sie dann nicht zum Einsatz. Der liebe Gott lacht halt gern. Deshalb überlege ich seit vier Wochen, ob die verbleibenden Handy-Schnappschüsse der Verbloggung wert sind. Da es sonst aber gar keine Erinnerung an diesen Sommerurlaub gäbe und es schon Schimpfe gab – here you go! 🙂

Einige Stellen habe ich schon einmal gezeigt. Das liegt daran, dass ich schon mal da war.
Kommentare sind, wie immer, direkt unter den Bildern zu finden!

von Güntersberge aus im Ostharz unterwegs

Güntersberge ist ein niedliches, kleines ostharzer Örtchen, in dem es einige Ferienunterkünfte gibt. Von hier aus bin ich vor allem auf dem Selketalstieg und dem (südlicher gelegenen) Karstwanderweg gewandert. Durch diese Region fährt die liebenswerte kleine Selketalbahn, die ich direkt von meiner Ferienunterkunft aus beobachten konnte, da die Trasse am gegenüberliegenden Ufer des Bergsees verläuft. Dieser Abschnitt der Harzer Schmalspurbahnen gilt als einer der malerischsten. Durch gute Bus- und Bahnverbindungen ist Güntersberge daher auch ein guter Ausgangspunkt für Wanderer, die ohne Auto unterwegs sein möchten. Mit dem „Hatix“-Urlaubsticket, das der Kurtaxenzahler erhält, sind Bus und Bahn dann sogar kostenlos nutzbar!

Meine persönlichen Highlights in der Region sind das mit einigen Burgen und Ruinen versehene Selketal mit seinen schroff abfallenden, bewaldeten Gebirgshängen und wanderfreundlichen Tälern, die Queste bei Questenberg – ein „mystischer Kraftort“ – sowie allgemein die weitläufige, sanfthügelige und im Sommer bunt blühende Wiesenlandschaft des Ostharzes.
Wer mit der Harzer Wandernadel unterwegs ist, kann von hier aus einige Stempeltouren planen.
Besonders gut gefallen hat mir die neue, zwischen Ballenstedt und Gernrode gelegene Stempelstelle „Harzer Grauwacke“. Tief im Wald liegt hier der leuchtend rosafarbene Tagebau, der Gestein für diverse bauliche Nutzzwecke (z.B. Gleisbetten, Garten-/Landschaftsbau) hervorbringt. Man kann ihn wunderschön über den „Großen Siebersteinsteich“ erwandern und dabei die typischen, mit „kleinwüchsigen“ Eichen bestandenen Hänge der Selke-Region durchstreifen.

Aus der Harzer Grauwacke wurde übrigens die Serie der Steiger-Abzeichen gefertigt, aus der ich im August 2015 mein erstes erhalten habe (mittig im Bild). Ach ja – der Urlaub endete mit 170 Stempeln und damit zwei neuen Trophäen, meinem zweiten „Harzer Steiger“ sowie dem zweiten „Harzer Kaiserschuh“! 😉

Bis bald im Harz!

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