Hüte – und warum ich sie liebe!

Ich habe einen Hut-Fetisch.
Ich besitze mehr davon, als zwingend erforderlich wäre.

Hüte, diverse.Wobei – aus der Auslage meines Lieblings-Hutgeschäftes geht eindeutig hervor, dass man schon eine gewisse Hut-Ausstattung benötigt. Als da wären, neben dem adjektivlosen Standard-„Hut“: der modische Hut, der schöne Hut, der Wetterhut!, der feine Hut, der Sommerhut, der elegante Hut, der sportliche Hut. Da kommt schon mal ‚was zusammen. Mit Mützen mal gar nicht erst angefangen.

Hüte sind toll und völlig zu Unrecht aus Alltag und täglichem Straßenbild verschwunden. Mit Inbrunst und Nachdruck möchte ich dem schwer bedrohten, quasi auf der roten Liste befindlichen Kulturgut „Hut“ hier ein Plädoyer halten! Tragt mehr Hüte! Rettet den Hut!
Hüte schmücken, zieren, beschatten, schirmen vor unerwünschten Blicken ab, wärmen, schützen vor Witterung jeder Art, können zum Gruß „gelüpft“ werden, halten die Frisur fest oder ersetzen sie gar, sorgen für Inkognito oder „Auftritt“! Hinter einer in die Sichtachse gedrehten Hutkrempe kann man heimlich und dezent lachen, weinen, die Augen verdrehen, unentdeckt flirten oder küssen. Hüte sind feinstes Handwerk, Tradition, ein Ausdruck von Kultur, Hüte unterstreichen und respektieren den Anlass, Hüte fetzen einfach.

Besonders liebe ich antike Hüte der zwanziger Jahre – und gerne wird auch mal etwas eigentlich nicht primär als Kopfbedeckung vorgesehenes „zweckentfremdet“!… Unter der Kategorie „Hüte“ möchte ich gelegentlich meine neuesten Errungenschaften mit Euch teilen! 🙂