Indian Summer am Brocken – goldener Oktober im Ilsetal mit der Harzer Wandernadel!

*New*!

Es gibt was Neues auf meinem Blog! Mit obigem neuen Bildergalerie-Plugin können meine Wander- und Harzlandschaftsbilder nun im großen Format geöffnet und bequem „durchgeblättert“ werden. Beschreibungen finden sich direkt an den Bildern! Außerdem gibt’s ab sofort meine Touren zum Nachwandern oder auf der Karte anschauen auf „Komoot“ verlinkt! Komoot ist ein Anbieter für Outdoor-Tourenplanungen. Das Programm läuft online auf dem PC oder auf mobilen Endgeräten als App, wo man auch eine Navigier-Funktion nutzen kann (auch offline über GPS!). Man kann Touren selber planen oder sich Touren, die andere geplant oder gemacht haben, herunterladen und auf sein Handy oder GPS-Gerät importieren. Hier sind auch Schweregrad, Länge, Höhenmeter und weitere Angaben (sogar ein Wetterservice) zu finden, und zu den Anlaufpunkten sind schöne Fotos hinterlegt. Ich hoffe, die Neuerungen gefallen Euch! 🙂

Indian Summer im Harz – zwei traumhafte Goldener-Oktober-Wanderungen ab dem Ilsetal!

Die Wanderungen ab Ilsenburg in das weitläufige Brockengebiet hinauf gehören für mich zu den absoluten Highlights dessen, was der Harz wandertechnisch zu bieten hat. Vielleicht sind es die schönsten Touren überhaupt. Das kleine, etwas nordwestlich von Wernigerode gelegene Städtchen Ilsenburg ist für sich genommen schon ein malerisches Kleinod. Hier wurden viele alte Häuschen liebevoll restauriert, und der mit gepflegten Grünanlagen umrahmte große Teich in der Ortsmitte bildet vor der Kulisse der hoch aufragenden Harzer Berge ein sehr beschauliches und schönes Zentrum. Wer mag, findet hier auch gepflegte und hübsche Hotels sowie ein paar – allerdings sehr begehrte und oft langfristig ausgebuchte – Ferienhäuschen der mittleren bis oberen Preisklasse direkt im Ilsetal.

Der (kostenpflichtige, Tagesticket: 3€) Wanderparkplatz im Ilsetal ist ein perfekter und komfortabler Ausgangspunkt für zahlreiche Tourenvarianten und Wanderungen in das Brockengebiet. Auch den Gipfel kann man von hier aus, z.B. über den Heinrich-Heine-Weg entlang der Ilsefälle, auf etwa 11km einfacher Strecke erklimmen – eine traumhaft schöne Tour!

Wer die Stempel der Harzer Wandernadel sammelt, kommt um wenigstens ein bis zwei Touren ab diesem Startpunkt eigentlich nicht herum. Auf der Westseite geht es über den Borkenkäferpfad den Hang steil hinauf zum Froschfelsen, von wo man wunderbar weiter wandern und im großen Bogen noch mehrere Stempelstellen anlaufen kann. Auf der Ostseite gelangt man über den Ilsestein und die Plessenburg zu weiteren Stempelstellen, die man – je nach Kondition – kombinieren kann. Hier im weitläufigen Brockengebiet finden sich die Stempelstellen mit den weitesten Anlaufstrecken, so dass (mit Pausen) Tageswanderungen eingeplant werden sollten. Das rustikal gestaltete, große und malerisch gelegene Gasthaus „Plessenburg“ ist hier ein besonderes „Schmankerl“, da man es auf dem Hin- oder auch Rückweg zu einer wirklich lohnenswerten Einkehr einplanen kann (Öffnungszeiten: Mai bis Oktober 10-18:00, restliches Jahr 10-17:00, Mo/Di Ruhetag!).

Meine Fotos habe ich Euch von zwei Wanderungen im Oktober 2017 mitgebracht, die ich bei herrlich sonnigem Herbstwetter genießen konnte:

Ilsetal – Froschfelsen – Taubenklippe – Kruzifix – Scharfenstein- Ilsetal

Die erste Wanderung führt ab dem Parkplatz Ilsetal den neuen Borkenkäferpfad (die ehemalige Strecke ist leider dauerhaft unpassierbar) recht stramm zum Froschfelsen hinauf. Von dort geht es, nun mit nur noch moderateren Steigungen, über die Westerbergklippe weiter via Wegekreuz „Ernstburg“ zur Taubenklippe. Ab dem Froschfelsen gibt es hierfür bereits mehrere Wegevarianten – alle Wege führen nach Rom, sofern man nicht nach Ilsenburg zurück läuft! 😉 Eine elektronische Navigierhilfe finde ich hier aufgrund der vielen Alternativen und Gabelungen hilfreich. Ab der „Ernstburg“ läuft man auf dem Kolonnenweg der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, der heute als „Harzer Grenzweg“ gepflegt wird und ein eigenes Wanderabzeichen hat. Die Taubenklippe erreicht man über einen wunderschönen Rundweg, der später wieder auf den Kolonnenweg stößt.

Dieser Rundweg, in Teilen nur ein schmaler Naturpfad, hält spektakuläre Ausblicke auf den Brockengipfel sowie eine mystisch-unwirkliche Kulisse aus durch Borkenkäferbefall abgestorbenen Fichten bereit, die aus einem Fantasy-Film oder auch Science-Fiction-Szenario stammen könnte und eine ganz besondere Stimmung vermittelt. Muß man einmal durchstreift und „angefühlt“ haben!

Weitere Highlights dieser Tour:

  • Traumhafte Aussicht von der Taubenklippe! Über die bewaldeten Berghänge schaut man zur Rabenklippe hinüber.
  • Teilverlauf des Weges auf dem alten Kolonnenweg und „Grünen Band“
  • Immer wieder tolle Brockenblicke!
  • Die Scharfensteinklippen – spektakulär schön mit Ausblick auf die Eckertalsperre! Die Rangerstation bietet erneute Einkehrmöglichkeit, wenn man zeitig genug dran ist.
  • Rückweg durch das „Große Sandtal“ entlang der wunderschönen, romantisch über Felsgestein plätschernden und murmelnden Ilse unter dem Blätterdach des Buchenwaldes – hier wurden die Fotos des hübschen Flüsschens gemacht!

Stempelstellen: Froschfelsen (05), Taubenklippe (04), Am Kruzifix (03), Rangerstation Scharfenstein (02)

Klick: Diese Tour auf KOMOOT!

Ilsetal – Ilsestein – Plessenburg – Ferdinandsstein – Molkenhausstern – Oberförster-Koch-Denkmal – Ilsetal

Wiederum ab dem Wanderparkplatz Ilsetal geht es heute zunächst ein kleines Stück an der Ilse entlang das Ilsetal weiter bergan und dann links recht steil in den Hang zum Ilsestein hinauf (Alternativ, siehe Komoot-Tour: Ein kleines Stück zurück Richtung Ilsenburg und, den Mühlbach und die Ilse überquerend, direkt in den Wald einsteigen!). Das kleine, saisonal betriebene Gasthäuschen am Ilsestein war aktuell wieder geöffnet und verwöhnte Wanderer mit heißen Waffeln, aber auch deftigen Speisen. Hier war mir zuviel los, daher ging es flott weiter zur „Paternosterklippe“. Die Aussicht von hier (s. Fotos) zum Brocken hinüber, unter mir ein weites Meer aus buntem Herbstlaub, war heute einfach spektakulär! Gegenüber schauen wir zur vorherigen Tour Richtung Froschfelsen und sehen auf dem „löchrigen Kamm“ den Borkenkäferpfad.
Weiter geht es zur „Plessenburg“, wo man bei passendem Wetter auf rustikalen Holzbänken wunderschön draußen sitzen und lecker einkehren kann – empfehlenswert!

Von der Plessenburg geht es, nun deutlich unbelebter und ruhiger an diesem Schönwettertag, weiter hinauf zum „Ferdinandsstein“ – eine meiner „All-time-favourite“-Stempelstellen und überhaupt Orte im Harz. Ich empfehle den Anstieg über den kleinen „Schindelstieg“! Über mehrere Wegevarianten können von hier aus noch das große Wegekreuz „Molkenhausstern“, die „Wolfsklippen“ sowie das „Oberförster-Koch-Denkmal“ in einer großen Runde angesteuert werden. Das Denkmal habe ich auch im zweiten Anlauf nicht ohne elektronische Navigierhilfe gefunden, da es nicht ausgeschildert ist. Von dort geht es auf festen Wegen über die Plessenburg zurück Richtung Ilsetal und Ilsenburg (mehrere Routen-Alternativen für den Rückweg ab Plessenburg möglich). Auch diese Tour ermöglicht insgesamt eine Vielzahl an Wegevarianten. Auf Komoot habe ich eine meiner Streckenführung angenäherte Tour eingetragen, aber auch die kürzest mögliche Verbindung der genannten Stempelstellen als „Kompakttour“ unter 20km – diese führt an der Ilse durch das Ilsetal zurück. Meine Wanderung war mit nur knapp unter 30km deutlich länger, da ich an diesem belebten Schönwetter-Sonntag eine große Runde über kleine, steinige, einsame Hutzelpfade gewählt habe und den direkten (kurzen!) Weg von den Wolfsklippen zum Öberförster wohl nie finden werde 😉 Das macht aber nichts, denn man kommt so an wunderschönen Aussichten und einer ganz tollen Weitblick-Stelle vorbei, die ich auf dieser Tour nicht missen möchte. Beim nächsten Mal werde ich „meine“ Strecke einmal aufzeichnen, um a) meinen Fehler zu finden und b) die „Original-Makingsens-Tour“ zum Nachwandern zeigen zu können! 😉

    Highlights dieser Tour:

    Die Kombination aus überall anzutreffenden „Felstürmen“ und Klippen mit der typischen „Wollsackverwitterung“, hochharzer Mischvegetation aus Laub- und Nadelwald sowie auch bloß buschig-krautig-grasig bewachsenen Weiten, zahlreiche spektakuläre Ausblicke mit und ohne Brocken-Panorama sowie eine stete Abwechslung von offenerem Blick und dichterem Wald machen diese Tour für mich zu einem absoluten Favoriten. Es sind zwar ein paar geschotterte „Waldautobahnen“ zu belaufen, man kann jedoch an vielen Stellen kleine Pfade auf weichem Waldboden als Alternativen wählen (dann Navi!). Hier kann sich einmal richtig auslaufen, wer die Weite sucht, Strecke machen, schöne Impressionen einsaugen und den Kopf frei bekommen möchte!

Als Navigierhilfe unterwegs reicht mir im Bedarfsfalle bislang voll und ganz die App der Harzer Wandernadel, die für iOS und Android verfügbar ist!

Stempelstellen: Ilsestein (30), Plessenburg (07), Ferdinandsstein (16), Molkenhausstern (23), Wolfsklippen (24), Oberförster-Koch-Denkmal (25)

Klick: Diese Tour auf KOMOOT!

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