Mein Sommerurlaub 2015 im Ostharz!

Mein „Harzer-Wandernadel-Ziel“ für das Jahr 2015 war der „Harzer Steiger“. Dafür müssen 111 Stempelstellen erwandert werden, darunter 22 spezielle Stempelstellen mit bergbaulichem Bezug. Hinsichtlich der „Bergbau-Stempel“ war ich schon ganz gut im Rennen, allein, es fehlte noch etwas „Masse“! 😉

So kam es, dass ich mir für meinen langen Sommerurlaub ausgiebiges, genüssliches „Wandern XXL“ vornahm: Drei Wochen Ostharz, um mal Gegenden kennen zu lernen und Stempelstellen „abzuklappern“, zu denen ich von Seesen aus eine zu weite Anfahrt habe, um sie mal eben als Sonntags-Nachmittags-Wanderung mit zu nehmen. In aller Ruhe und „Genüsslichkeit“ wollte ich mal ganz in die Osthälfte des Harzes eintauchen, und mich ohne Heimweg-Zeitdruck treiben lassen. Was soll ich sagen – es war herrlich!!

Hasselfelde Ferienhaus
Blick von meinem Ferienhäuschen aus

Als „home base“ habe ich mir ein Ferienhäuschen in Hasselfelde gebucht, von wo aus ich zu meinen täglichen Touren startete. Hasselfelde liegt sehr zentral und günstig als Ausgangspunkt für weitere Ausflüge  und kann zu diesem Zweck nur empfohlen werden! Nicht umsonst lautet der Slogan des kleinen, auf einem Hochplateau mit Brockenblick gelegenen Örtchens „in the middle of the Harz“. Es gibt dort zahlreiche gut ausgestattete Ferienhäuschen und Appartments, und man bekommt alles, was man als Selbstversorger so benötigt.

Die Queste oberhalb von Questenberg
Der Questenhügel am Karstwanderweg

Nachdem ich den Westharz mittlerweile sehr gut kenne, habe ich die teilweise mal ganz andere Landschaft des Ostharzes sehr genossen. Je weiter östlich man startet, umso mehr ist die Landschaft von weiten, in sanften Hügeln verlaufenden Wiesen durchzogen. Im Südostharz verläuft der unbedingt empfehlenswerte „Karstwanderweg“, der speziell im Sommer wirklich sehr malerisch ist. Diesen möchte ich noch einmal als Etappenwanderung am Stück unter die Sohlen nehmen. Spektakuläre Anstiege und Aussichten bietet das berühmte Bodetal mit seinen zahlreichen Attraktionen.

Ebenso schnell ist man von Hasselfelde aber auch auf der Ostseite des Brockenmassivs unterwegs, mit seinen schroffen Gebirgsformationen und schweißtreibenden Aufstiegen auf einem exzellent ausgebauten Wegenetz. In unmittelbarer Nähe Hasselfeldes liegt die Rappbodetalsperre sowie die dazu gehörige Hasselvorsperre. Rund um diese größte Talsperre des Harzes ist es wirklich sehr, sehr schön! In der Umgebung der Orte Tanne und Sorge, wo auch der ehemalige Grenzstreifen als „Grünes Band“ verläuft, verschlingt einen märchenhafter, unendlich scheinender, tiefgrüner Wald. Aufgrund der enormen Weitläufigkeit der Gegend habe ich – trotz Hauptsaison & Sommerferien! – auf meinen Touren meist nur wenige andere Wanderer getroffen. Betriebsam ist es nur an den touristischen „Hot Spots“.

Neben Natur habe ich mir auch einiges an Kultur angesehen. Die ostharzer Städte Ballenstedt und Blankenburg bieten tolle Schlossparkanlagen und schöne Bauten. Daneben sind zahlreiche (auch Outdoor-)Museen und Landschaftsparks zu finden. Die ehemalige Grenze stellt in dieser Gegend natürlich einen besonderen Themenschwerpunkt dar. Man kann aber auch altes Handwerk in der Köhlerei Stemberghaus besichtigen, sich an der Talsperre Wendefurth senkrecht die Staumauer hinunter abseilen lassen oder diversen Sportangeboten nachgehen. Kurzum: Es wurde nicht langweilig! Und nach drei Wochen genüsslichen, zwanglosen Wanderns waren sage und schreibe 62 weitere Stempel mein – womit das „Steiger-Ziel“ weit übertroffen wurde! 😉 In diesem langen Urlaub habe ich so unglaublich viel Schönes und Eindrückliches Gesehen, dass ich es erst einmal sacken lassen musste. Ich kann nur jedem empfehlen, der dazu die Möglichkeit hat, gelegentlich mal drei Wochen am Stück zu urlauben! Was in der dritten Woche an Entspannen, Loslassen und Abschalten passiert – passiert erst in der dritten Woche! 😉

Hasselvorsperre
Hasselvorsperre
Wiesenlandschaft im Ostharz
Wiesenlandschaft im Ostharz

 

 

 

 

 

 

Eigentlich wollte ich mit meiner guten Spiegelreflexkamera viele schöne Bilder für tolle Bildergalerien machen. Doch das große Drama ereilte mich schon am ersten Tag: Der Auslöser blockierte – es war partout nichts zu machen! (Ein Fotofachgeschäft gibt es leider in Hasselfelde nicht!…). So blieb mir leider nur mein iPhone für Erinnerungs-Schnappschüsse, was mich an manchen besonders spektakulären Aussichtspunkten schon sehr wurmte. Obwohl ein Smartphone natürlich nur Bilder anderer Qualität ergibt, habe ich mich trotzdem entschieden, 100 Bilder für Euch auszuwählen, um ein bischen von meinem Urlaub zu erzählen und einige Eindrücke zu teilen. Ihr findet sie, aufgeteilt in zwei Galerien, hier am Ende des Artikels – und dauerhaft unter den Bildergalerien! Unter den Bildern findet Ihr meine Kommentare und weitere Infos zu den besuchten Orten:

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