Harzer Wandernadel: romantische Traumpfade am Wasser entlang: Marienteichbaude-Skidenkmal-Eckertalsperre-Molkenhaus-Klippenweg!

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Traumpfade am Wasser entlang – malerische Tour rund um die Eckertalsperre!

Die besten Touren entstehen doch immer aus Versehen! An diesem traumhaft sonnigen Mai-Sonntag wollte ich von der Marienteichbaude zum Skidenkmal und zur Eckertalsperre wandern – zwei Stempel einsammeln, das schöne Wetter genießen und zurück. Da ich jedoch „muntere Beine“ hatte und bei der seidigen Sommerwetterluft an der Eckertalsperre noch längst nicht nach Hause wollte, hatte ich die Eingebung, spontan noch das Molkenhaus einzubeziehen – malerisch gelegener Wandergasthof sowie Stempelstelle der Harzer Wandernadel -, und dies nicht auf dem kürzesten Wege. Was sich dann ergab, war eine der schönsten, abwechslungsreichsten und wildromantischsten meiner bisherigen Wandertouren. Die möchte ich Euch unbedingt an’s Herz legen und hier schildern! Ich bin immer noch am Schwelgen. Top-Premium-Empfehlung!

Besonderheiten & Charakteristik dieser Tour:

  • Diese Tour habe ich so gewählt, dass man so weit wie möglich stets am Wasser entlang läuft – von der Baste über die Ecker zur Eckertalsperre, später durch das Maitzental zum Molkenhaus und von dort an Lohnbach und Radau entlang wieder zur Baste. Eigentlich plätschert, rauscht und murmelt die ganze Zeit etwas. Start- und Zielpunkt ist der Marienteich.
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    …Pollen waren auch genug unterwegs!… Meine liebsten Barfußschuhe zum Wandern von Tadeevo

  • Des Weiteren lag mein Augenmerk hier darauf, so wenig „Waldautobahn“ wie möglich zu laufen und stattdessen auf Naturpfaden über Stock & Stein zu wandeln. Ich konnte so die gesamte Strecke an diesem Tag mit Barfußschuhen laufen.
  • Außerdem ist diese Wanderung besonders abwechslungsreich: Knorrige Pfade durch schattigen Fichtenwald wechseln sich mit steinigeren Wegen und weiterem Blick ab. Neben der spektakulär schönen Eckertalsperre mit Brockenblick krönt die Tour zum Schluß noch eine kleine Klippentour mit Ausblicken auf Bad Harzburg und den Gabbro-Steinbruch. Dazwischen folgt man einem verwunschenen Stück des Kolonnenweges, der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Viele verschiedene Untergründe – und viel zu sehen!
  • Die Tour ist mit 21km Länge und wirklich nur mäßigen Steigungen gut zu bewältigen und nicht besonders anstrengend. Mit dem Molkenhaus bietet sie eine empfehlenswerte und superschön gelegene Einkehrmöglichkeit mit einem großen Biergarten sowie Spielmöglichkeiten für Kinder. Hier verkehrt bei Bedarf auch ein Bus. Das Molkenhaus ist von April bis Oktober zwischen 10:00 und 17:00 geöffnet, in der übrigen Zeit zwischen 10:00 und 16:00. Donnerstags ist Ruhetag (mit Ausnahme von Feiertagen). Komoot gibt eine reine Laufzeit von 6 Stunden an, ich war allerdings abzüglich der Pausen schneller unterwegs (und dabei sehr gemütlich im Genuß-Modus plus Fotostopps!).

Los geht’s – kommst Du mit?

Startpunkt für diese Wanderung ist der Parkplatz an der Marienteichbaude, der südlich von Bad Harzburg an der B4 zu finden ist. Der Marienteich bietet als malerisches, sumpfig bewachsenes Biotop gleich etwas für’s Auge. Von hier folgt man zunächst einem Stück „Waldautobahn“, kann sich aber gleich schon auf angenehmeren Untergrund freuen. Der Weg 12B biegt an der Baste entlang nach links ab – nun folgt man dem wildromantischen Bächlein durch die Art Wald, die für mich „typisch Harz“ ist! Dunkelgrün fichtenbestanden, eher schattig, mit duftendem, weichem, moosigen Boden, begleitet von leisem Murmeln des Wassers in seinem felsigen Flußbett.

An einem malerischen Wegekreuz mit Holzbrücke biegt man nach rechts bergauf (hier gibt es eine sehr schöne und bequeme Holzliege mit optimaler Südwest-Sonnenausrichtung!) auf den gut ausgeschilderten „Luchsweg“, der hier auf weichem Gras den Querverbinder zum Königsweg darstellt. Weiter zum Skidenkmal muss noch ein kleines Stück Schotterweg bewältigt werden, davon darf man sich ab der Stempelstelle dann aber bis auf Weiteres verabschieden. Erster Stempel (Nr. 19) und kurze Pause am Skidenkmal!

Der malerische Pionierweg zum Eckerstausee

Vom Skidenkmal aus geht es direkt gegenüber in den Wald Richtung Eckerstausee. Den nun folgenden Weg bin ich in 8 Jahren Harzwanderei noch nie begangen, und das war wahrlich ein Versäumnis! Unmittelbar an der in ihrer felsigen Schlucht rauschenden Ecker entlang verläuft hier auf lose steindurchsetztem Naturboden der Pionierweg. Links Felsen, über mir sich immer wieder zu einem Tunnel aus Laub schließendes, frisches Maigrün – herrlich!! Bald schon gelangt man zum Südufer des Eckerstausees und kann hier spektakuläre Aussichten genießen.

Der Pionierweg verläuft weiter am Westufer der Talsperre entlang über Stock und Stein. Am Nordufer überquert man die Staumauer Richtung Osten und findet die Stempelstelle Nr. 1 der Harzer Wandernadel. Zweiter Stempel in’s Heftchen!

Spörenwagen, Spinne und Kolonnenweg

Hier beschloß ich nun, dass das Wanderchen noch kein Ende haben sollte und ich noch das Molkenhaus einbinden möchte, auf mir bislang unbekanntem und spontan gewähltem Wege. Dem Weg am Stausee von der Stempelstelle weiter folgend habe ich den ersten Abzweig bergauf von der Talsperre weg genommen („Dielenweg“, etwas unscheinbar! Nicht verpassen! Blaues Kreuz!).(*) Er führt über einen schönen Kraxelpfad auf das Wegekreuz „Spinne“. Hier bieten sich einem neue Impressionen: Der Borkenkäfer hat etliche Fichten als charakteristisches, graues Totholz hinterlassen, was mit den sich daraus ergebenden weiten Blicken und dem dichten, buschig-krautigen Unterwuchs aber wieder einen eigenen Charme hat. Wir biegen hier nach links auf den „Spörenwagen“ ab und laufen auf dem Kolonnenweg bergab (Richtung Eckertal). Unbedingt auf die Füße aufpassen! Die Löcher im Pflaster können echte Fußfallen sein. Besonders schön finde ich, dass jedes „Abteil“ in den Pflastersteinen wie ein eigens bepflanzter, kleiner Blumenkasten wirkt – in jedem wächst ein anderes Ensemble! „Gucken, wo treten“ empfiehlt sich daher hier doppelt! 😉
Dieser Teil der Strecke ist übrigens ein Teil des „Harzer Grenzweges“.

Durch das Maitzental zum Molkenhaus

Der Kolonnenweg mündet in das Große Maitzental, wo wir nach links abbiegen. Das Molkenhaus ist hier schon ausgeschildert! Nach wenigen hundert (?) Metern überqueren wir hier nach rechts die Käsewieter Brücke und haben wieder ein murmelndes Wässerchen links neben uns zur Begleitung. Was man gerade auf dem Kolonnenweg bergab gelaufen ist, muss man nun auf steinigen Pfaden leider wieder hinauf – dafür lockt bald am Molkenhaus die Einkehr! Hier empfiehlt sich eine längere und gemütliche Rast. Es gab nicht-biologisch-dynamische Pommes und keine Fotos, da nach neuer Gesetzeslage lieber keine Menschen mehr zu knipsen und online zu stellen sind. Bei diesem Sommerwetter war hier auf einen Sonntag natürlich einiges los.

Klippentour und Radautal zum Schluß!

Nach einer Stärkung wählte ich den Weg 19D (rotes Kreuz) Richtung Winterberg. Wo diese Schotterpiste talwärts abbiegt, nimmt man den schönen Naturpfad geradeaus! Dieser führt sehr malerisch und an diesem Tag sogar recht einsam zur Winterbergklippe, die eine schöne Aussicht auf Bad Harzburg bietet. Der weitere Wegeverlauf bringt einen mühelos zur Rudolfklippe mitten im Wald. Von diesem hangseitigen Weg bieten sich tolle Ausblicke auf den Harzburger Gabbro-Steinbruch! So habe ich dort noch nie „hineinschauen“ können.

Im Zickzack geht es nun am Hang bergab Richtung Tal, wo man für eine kurze Strecke die B4 lärmen hört. Doch wir biegen einfach wieder nach Süden / links ab und folgen dem hübschen Weg „Hanggraben“ an einem künstlich angelegten Graben entlang (hervorragende Fußkühlung!) Richtung Taternbruch / Radautal. Nach kurzem Überqueren der Asphaltstraße steigen wir gegenüber wieder spitzwinklig in den Hang ein, an dem parallel der etwas steinige Naturweg verläuft (ab hier noch 5,2km bis zum Marienteich). Hier begleitet uns im schattigen Tal nun erneut die Radau, und es ist ein letzter kleiner Anstieg zu bewältigen. Über die hübsche Holzbrücke (siehe Ende Bildergalerie) haben wir die Radau wieder zur Rechten und stoßen in deren Verlauf schließlich an das Wegekreuz zum Luchsweg / Richtung Die abendliche Baste Kaiserweg, wo wir auf dem Hinweg Richtung Skidenkmal abgebogen sind und wo die Baste in die Radau mündet (Foto). Über Fels, Stock und Stein geht es nun nur noch kaum merklich bergauf, wieder entlang der Baste und schließlich zurück auf den Weg 12B, der nach rechts zurück zum Marienteich führt.

Hinweis: In der feuchten Jahreszeit kann dieser Teil des Weges an der Baste entlang etwas rutschig sein und Schlammlöcher / große Pfützen aufweisen, die man stellenweise nur schlecht umlaufen kann. Ich empfehle die Tour daher eher für die Sommermonate oder für trockenes Wetter.

(*)Abwandlung / Ergänzung: Wer die Tour noch etwas ausbauen möchte, kann hier noch die Stempelstelle Nr. 3 „Am Kruzifix“ einbauen – dann am Abzweig von der Eckertalsperre auf dem „blauen X“ bleiben (hier deckungsgleich mit dem „Kaiserweg“), an der „Spinne“ nicht an auf den „Spörenwagen“ abbiegen, sondern geradeaus weiter direkt auf das „Kruzifix“ zu laufen. Dann im Bogen über den Großen Gierskopf und links ab durch das Große Maitzental über den 11H und die Käsewieterbrücke zum Molkenhaus laufen. Mit knapp 24km ist die Tour nur unwesentlich länger. KOMOOT-KLICK!

Ich hoffe, es hat Euch so gut gefallen wie mir an diesem Tag!
Bis bald im Harz! 🙂

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